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Ad fontes – Exkursion nach Gera Lusan

Ad fontes – Exkursion nach Gera Lusan

Im übertragenen Sinne kann der Besuch des Stadtteilbüros Gera Lusan am 28.05.26 mit dem Titel ad fontes überschrieben werden – zurück zu den Ursprüngen. Denn in Gera Lusan wurde 1994 das erste Stadtteilbüro in Thüringen von Steffi Nauber gegründet. In der Zwischenzeit ist viel passiert, doch die Idee des Stadtteilbüros als feste Anlaufstelle für die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier wurde nie aufgegeben. Bevor Gera Lusan in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ (jetzt Sozialer Zusammenhalt) 2016 aufgenommen wurde, wurde das Stadtteilbüro zwischenzeitlich über das Landesprogramm ThINKA gefördert. Andrea Schramm, Geschäftsführerin der Kindervereinigung e.V. Gera und Quartiermanagerin in Lusan, seit Anfang an dabei, gab uns einen chronologischen Überblick der Entwicklungen vor Ort. Gera Lusan wird derzeit stadtplanerisch unter die Lupe genommen und es werden Konzepte für die Zukunft entwickelt.

Ad fontes – Exkursion nach Gera Lusan

Andrea stellt uns im Anschluss eine Bewohnerbefragung zur Wohnzufriedenheit in Lusan aus dem Jahr 2025 vor, die vom Stadtteilbüro durchgeführt wurde. Es wurden insgesamt 460 Bewohner*innen befragt. Die gewonnenen Ergebnisse wurden mit der Befragung aus dem Jahr 2021 verglichen. Das Durchschnittsalter der Befragten veränderte sich von 60 Jahre (2021) auf 51 Jahre (2025). Es konnte eine prozentuale Steigerung zur Verbundenheit mit dem Stadtteil festgestellt werden. Für 46 Prozent der Befragten ist Lusan ihre Heimat, im Gegensatz zu 2021 waren es 42,4 Prozent. Auffallend ist, dass die Zufriedenheit in Bezug auf die medizinische Versorgung abgenommen hat. Die Zufriedenheit der „Wohnsituation insgesamt“ nahm ebenfalls von 3.81 auf 3,59 ab (auf einer Skala von 0 bis 5). Seitens der Befragten sind die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung verbesserungswürdig. Zusätzliche Aussagen der Befragten bezogen sich auf den öffentlichen Raum und die Zuwanderung von Menschen mit Migrationshintergrund. Der öffentliche Raum wird als unsicher und Menschen aus anderen Herkunftsstaaten als „zuviel“ empfunden, was zur Ablehnung dieser „Menschengruppe“ führt.

Nach der Präsentation sowie Diskussion der Ergebnisse und einem kleinen Imbiss begaben wir uns auf einen Stadtteilspaziergang. Andrea zeigte uns das große Bauvorhaben „Schulcampus“ (siehe Bild) und die Situation am Plzeň (Pilsen)-Center. Danach machten wir noch einen Abstecher zur neuen Rad- und Gehwegbrücke über die Nürnberger Straße, die 2025 eingeweiht wurde.