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Zu Gast in Leinefelde

Zu Gast in Leinefelde

Am 16.09.25 trafen wir uns nach 17 Jahren (!) wieder einmal in Leinefelde. Damals führte uns Petra Franke durch das Gebiet. Mittlerweile ist das Stadtteilmanagement neu besetzt. Markus Friedrich und Diana Braune gaben uns einen Einblick in ihre Arbeitsergebnisse und stellten die vielen Angebote im Stadtteilbüro, das in der Trägerschaft der städtischen Wohnungsbau- und Verwaltungs-GmbH Leinefelde-Worbis ist, vor. Deren Geschäftsführer Tino Hartlep nahm uns zu Anfang auf eine Zeitreise in die DDR mit.

Leinefelde hat eine bewegte Geschichte. Mit dem „Eichsfeldplan“ von 1959 erlebte Leinefelde einen kometenhaften industriellen und kulturellen Aufstieg. Ausgehend von 3500 Dorfbewohnern erreichte es zur Wende 16000 Einwohner, die aus der ganzen (DDR-)Republik angeworben wurden. Vorgesehen waren 26000! Leinefeld, so Hartlep, war die jüngste Stadt der DDR. Was wahrscheinlich jeder mit Leinefelde verbindet, ist die Textilbranche. Neben dem Textilwerk wurde auch eine hochmoderne Milchverarbeitungsanlage errichtet. Es war eine sozialistische Musterstadt!

Die Wende hat Spuren hinterlassen, Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Jetzt leben ca. 6000 Menschen in Leinefelde.

Zu Gast in Leinefelde

Mit Leinefelde wird aber auch noch etwas anderes verbunden, zumindest unter Stadtplanern und Architekten. In Leinefeld wurde sich für einen großzügigen Abriss entschieden, von außen nach innen. Ungefähr 3500 Wohneinheiten wurden rückgebaut, so Hartlep. Und in Leinefelde wurde mit Platte experimentiert, erstmals wurde z.B. aus einem langen Plattenbau jeder zweite Eingang herausgenommen und damit die Struktur aufgelockert. Leinefelde war Standort der Expo 2000 und sorgt seitdem für einen internationalen Besucherandrang der Fachbranche und Politik.

Zu Gast in Leinefelde

Wir haben einen kleinen Spaziergang durch den japanischen Garten sowie den Stadtteil gemacht und uns noch die Räumlichkeiten des Repariercafés, der Fahrradwerkstatt und der Nähwerkstatt angeschaut. Abschließend gab’s noch den obligatorischen Austausch untereinander.